SoftPOS — Kartenzahlung direkt am Display.
Statt einem separaten Kartenterminal akzeptiert die Kasse selbst die Zahlung. Karte, Smartphone oder Smartwatch werden ans Display gehalten, NFC liest die Karte aus, die Zahlung läuft durch. Kein zweites Gerät, kein extra Kabel, ein Beleg.
- Kein separates Terminal — eine Hardware, eine Zahlung
- PCI-DSS-zertifiziert — gleicher Sicherheitsstandard wie klassisches Terminal
- girocard, Visa, Mastercard, Apple Pay, Google Pay
- Verfügbar auf Sunmi D3 Mini, V3h Mobile, T3 Pro

SoftPOS — was steckt dahinter?
SoftPOS steht für „Software Point of Sale" — das Konzept, dass die Kartenzahlung nicht mehr ein dediziertes Hardware-Terminal braucht, sondern auf einem normalen Smartphone oder Tablet als App läuft. Die NFC-Antenne des Geräts liest die Karte aus, eine zertifizierte App verarbeitet die Zahlung, der Acquirer wickelt sie ab.
Die Idee ist nicht neu — Square und SumUp haben das mit kleinen Bluetooth-Lesern populär gemacht. Neu ist: Inzwischen sind NFC-Antennen in praktisch jedem Gerät verbaut und PCI-DSS-Zertifizierungen für reine Software-Lösungen sind möglich. Damit fällt das letzte separate Hardware-Stück weg.
In Deutschland wurde SoftPOS 2020/21 von der Deutschen Kreditwirtschaft offiziell für girocard freigeschaltet — seitdem ist es marktfähig. Für Visa, Mastercard und alle internationalen Wallets ging es noch früher.
Wie NFC und SoftPOS zusammenspielen
NFC (Near Field Communication) ist eine Funktechnik mit kurzer Reichweite (max. 4 cm). Karten und Smartphones senden auf 13,56 MHz, Lesegeräte empfangen. Ursprünglich für Ticketing entwickelt, heute Standard für kontaktlose Zahlungen.
Antenne im Display
Moderne Sunmi-Geräte (D3 Mini, V3h, T3 Pro) haben eine NFC-Antenne integriert — meist direkt unter dem Display, manchmal seitlich. Sie liest jede Standard-Zahlungskarte oder NFC-Wallet aus.
Verschlüsselung
Die Karten-Daten werden bereits beim Lesen verschlüsselt (Tokenisierung) und verlassen das Gerät nie im Klartext. Selbst wenn das Gerät kompromittiert würde, wäre die Karte nicht ablesbar.
Übertragung zum Acquirer
Die verschlüsselte Transaktion wird per TLS an den Acquirer geschickt, der mit der Bank des Karteninhabers die Autorisierung abwickelt. Antwort kommt in wenigen Sekunden zurück.
Bestätigung
Bei Erfolg zeigt das Display „Zahlung erfolgreich", Quill druckt den Bon mit Karten-Trace, Vorgang abgeschlossen. Im Misserfolgsfall („Karte abgelehnt") können Sie sofort einen zweiten Versuch oder eine andere Zahlungsart anbieten.
SoftPOS — ehrlich abgewogen
Vorteile
- Keine zusätzliche Hardware — spart 300–500 € für ein klassisches Terminal.
- Weniger Kabel — kein Terminal-Kabel zwischen Kasse und Karten-Lesegerät.
- Mobil: auf der V3h läuft SoftPOS unterwegs — ideal für Foodtruck, Service-Außendienst.
- Schnell: Karte ans Display, fertig — meist unter 2 Sekunden.
- Modern wirkend — in Premium-Boutiquen ein klares Plus für den Auftritt.
Nachteile
- Nur NFC — Chip+PIN und Magnetstreifen-Karten gehen nicht, nur kontaktlos.
- Limit ohne PIN — ab 50 € verlangt die Karte eine PIN-Eingabe auf dem Touchdisplay.
- Hardware-gebunden — nur auf zertifizierten Sunmi-Geräten verfügbar.
- Gebühren leicht höher — manche Acquirer berechnen 0,1–0,3 % mehr als beim klassischen Terminal.
- Kein Pinpad — Senioren, die PIN am Touchdisplay nicht eingeben können, brauchen klassisches Terminal.
Wie sicher ist SoftPOS wirklich?
Die häufigste Frage. Antwort: so sicher wie ein klassisches Kartenterminal. Die Anforderungen sind identisch — nur die Umsetzung anders.
- PCI-DSS-Zertifizierung — der Industrie-Standard für Kartenzahlungen. Quills SoftPOS-Lösung via RS2 ist nach PCI MPoC (Mobile Payments on COTS) zertifiziert.
- Tokenisierung — Kartennummer wird direkt beim Auslesen in einen einmaligen Token umgewandelt. Die echte PAN landet nie auf dem Gerät.
- Hardware-isolierte Bereiche — PIN-Eingabe und kryptografische Operationen laufen in der Secure Enclave des Sunmi-Prozessors, getrennt vom restlichen Android.
- Regelmäßige Re-Zertifizierung — die App und das Gerät werden jährlich erneut geprüft. Updates kommen automatisch.
- Acquirer-Standards — jeder Acquirer (Visa, Mastercard, girocard) prüft die Lösung zusätzlich vor Freigabe.
Für den Kunden sieht es genauso aus wie eine kontaktlose Zahlung am normalen Terminal. Die Sicherheit ist dieselbe.
Wie Quill SoftPOS umsetzt
Quill nutzt die RS2-Lösung als technische Basis — ein zertifizierter SoftPOS-Stack des deutschen Anbieters RS2, der bereits in mehreren EU-Ländern in Produktion läuft.
- Auf der Sunmi-Hardware läuft die RS2-App (Paket-ID
com.rs2.terminal.qa) parallel zu Quill. - Wenn der Kassierer im Quill-POS „Karte" wählt, ruft Quill die RS2-App via Android-Intent auf und übergibt den Betrag.
- Der Kunde hält Karte/Smartphone ans Sunmi-Display, RS2 wickelt die Zahlung mit dem Acquirer ab.
- Ergebnis (Erfolg, Trace, Karten-Daten) kommt zurück an Quill, wird mit dem Bon verlinkt und in der Cloud gespeichert.
- Für den Kassierer ist der Vorgang nahtlos — eine Sekunde Wartezeit, dann ist die Zahlung durch.
Für Sie als Geschäftsinhaber heißt das: Sie schließen einen SoftPOS-Vertrag mit unserer Partner-Bank ab, wir aktivieren RS2 auf Ihrer Sunmi-Hardware, fertig. Keine eigene App-Installation nötig.
Was SoftPOS kostet — und woraus die Gebühren bestehen
Wir machen keine Werbung für konkrete Tarife, weil sich diese je nach Branche, Volumen und Acquirer unterscheiden. Aber wir erklären, woraus die Gebühren bestehen, damit Sie selbst rechnen können.
- Interchange-Gebühr (an die Karten-Bank): EU-regulatorisch begrenzt auf 0,20 % bei Kreditkarten und 0,30 % bei girocard. Ist nicht verhandelbar — das geht an die Bank, die die Karte ausgegeben hat.
- Scheme-Gebühr (an Visa/Mastercard/girocard): ca. 0,05–0,15 % pro Transaktion. Auch fixiert.
- Acquirer-Marge: Was Ihr Acquirer obendrauf nimmt. Hier ist verhandelbar — je nach Volumen 0,1–0,8 %.
- SoftPOS-Aufschlag: Manche Acquirer berechnen für SoftPOS einen Aufschlag von 0,1–0,3 % gegenüber klassischen Terminals. Begründung: höhere Sicherheits-Anforderungen pro Transaktion.
- Mindestumsatz-Klausel: Achten Sie auf monatliche Mindestumsätze im Vertrag. Bei kleinen Geschäften kann das teurer werden als die Transaktionsgebühren selbst.
Realistische Beispiel-Rechnung: Café mit 30 Kartenzahlungen täglich, durchschnittlich 8 € pro Buchung = 240 € Tagesumsatz. Bei 1,4 % Gesamt-Gebühr (typisch für SoftPOS bei dieser Größenordnung) macht das 3,36 € Gebühren pro Tag, ca. 100 € im Monat.
Welche Sunmi-Geräte SoftPOS-fähig sind
Nicht jedes Sunmi-Gerät kann SoftPOS — die NFC-Antenne, der Secure Element und die Treiber müssen entsprechend zertifiziert sein. Hier die aktuelle Liste der Geräte, auf denen Quill SoftPOS aktivieren kann.
- Sunmi D3 Mini — SoftPOS direkt am Display. girocard, Visa, Mastercard, Wallets.
- Sunmi V3h Mobile — SoftPOS am Display, ideal für mobile Bonierung und Foodtruck.
- Sunmi T3 Pro — SoftPOS am Hauptdisplay, mit Kundendisplay-Hinweis „Karte halten".
- Sunmi P2 Lite, P2 Pro — ältere mobile Geräte, SoftPOS-Aktivierung auf Anfrage.
Wenn Sie ein anderes Sunmi-Modell besitzen, sprechen Sie uns an — wir prüfen, ob es die Zertifizierungs-Voraussetzungen erfüllt. Bei Drittanbieter-Tablets (Apple iPad, Samsung Galaxy Tab, Generic Android) ist SoftPOS nicht möglich — das ist eine PCI-DSS-Beschränkung, keine Quill-Limitation.
Wir hören uns Ihre Situation an.
Karten-Anteil, Branche, Tresen-Lage, Mobilität — danach sagen wir Ihnen ehrlich, ob SoftPOS reicht oder ob ein klassisches ZVT-Terminal die bessere Wahl ist. Keine Verkaufs-Show, ehrlicher Rat.
Häufige Fragen
Was ist SoftPOS überhaupt?
SoftPOS bedeutet „Software Point of Sale" — die Kasse selbst akzeptiert die Kartenzahlung, ohne separates Terminal. NFC-Antenne im Display, Software auf dem Gerät, fertig. Karte oder Smartphone werden ans Display gehalten, die Zahlung läuft direkt durch.
Wie sicher ist SoftPOS im Vergleich zu klassischen Terminals?
SoftPOS-Lösungen sind PCI-DSS-zertifiziert — der gleiche Sicherheitsstandard wie bei klassischen Kartenterminals. Karten-Daten verlassen nie das Gerät unverschlüsselt, alle Verbindungen zum Acquirer sind TLS-gesichert. Quill setzt das via RS2-Lösung um, die in mehreren EU-Ländern zertifiziert ist.
Welche Karten und Wallets werden akzeptiert?
girocard kontaktlos, Visa, Mastercard, Maestro, V-Pay sowie alle NFC-fähigen Wallets — Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay, Fitbit Pay, Garmin Pay. Chip+PIN und Magnetstreifen sind bei SoftPOS nicht möglich, dafür braucht es ein klassisches Terminal.
Gibt es Limits bei SoftPOS-Zahlungen?
Ja. Für kontaktlose Zahlungen ohne PIN gilt die deutsche 50-€-Grenze (girocard) bzw. 50–100 € je nach Kartenherausgeber. Über diesen Betrag verlangt die Karte eine PIN-Eingabe auf dem Display — das wird vom SoftPOS-Display angefragt.
Welche Hardware unterstützt SoftPOS?
Nur zertifizierte Sunmi-Geräte: D3 Mini, V3h Mobile und T3 Pro. Quill nutzt die RS2-Lösung (com.rs2.terminal.qa), die auf diesen Geräten als zusätzliche App läuft. Auf normalen Tablets oder PCs ist SoftPOS nicht zertifiziert — das ist nicht Quill-Limitation, sondern PCI-DSS-Anforderung.
Sprechen wir kurz über Ihr Setup?
Wir hören uns Ihre Situation an, prüfen ob Ihre bestehende Hardware ausreicht und schlagen ein passendes Set vor — kostenlos, ohne Vertrag.