Kassen-Lexikon: Begriffe verständlich erklärt.
39 zentrale Begriffe rund um Cloud-Kassen, Compliance und Hardware — kurz, präzise, ohne Marketing-Bullshit.
Rund um Kassensysteme schwirren Abkürzungen, die im Gesetzestext klar definiert, im Alltag aber selten erklärt werden. Vier Begriffe sind gesetzliche Pflicht für jede elektronische Kasse in Deutschland: die TSE (manipulationssichere Signatur), die KassenSichV (die Verordnung dahinter), der DSFinV-K-Export (das Prüfer-Datenformat) und die GoBD. Alles andere — Loyalty, Multi-Standort, Soft-POS — ist Kür, die den Betrieb erleichtert.
Hardware- oder Cloud-Komponente, die Kassenvorgänge manipulationssicher signiert. Pflicht für jede elektronische Kasse in Deutschland seit 2020.
Verordnung von 2017, in Kraft seit 2020. Schreibt TSE, Belegausgabepflicht und Meldepflicht für elektronische Kassen vor.
Standardisiertes Datenformat (TAR mit 22 CSV-Files) für Übergabe an Betriebsprüfer.
Regelwerk des BMF von 2014, beschreibt wie elektronische Aufzeichnungen geführt werden müssen.
Pflicht seit 2020: Für jeden Geschäftsvorfall muss ein Beleg ausgegeben werden — gedruckt, digital oder per QR.
Atomarer Tagesabschluss mit MwSt-Aufteilung, Kassenstand und Differenz. Pflicht für jede Kasse.
Kassenplatz oder Verkaufsstelle. Im Software-Kontext: die Bedienoberfläche der Kasse selbst.
Standard-Protokoll (ZVT 700) zur Kommunikation zwischen Kassensoftware und Kartenterminal. Vendor-neutral.
Wiener Anbieter einer BSI-zertifizierten Cloud-TSE. Quill nutzt Fiskaly DE V2.
Steuerreform-Gesetz von 2024. Wird oft fälschlich als Quelle der Registrierkassenpflicht 2027 genannt — die stammt tatsächlich aus dem Koalitionsvertrag 2025 von CDU/CSU und SPD.
Modul für Lagerbestand, Wareneingang, Inventur, Bestellungen — verbunden mit der Kasse.
Pflichtmeldung jeder elektronischen Kasse an das Finanzamt — Anschaffung, Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme.
13-stelliger Strichcode (heute GTIN-13). Standard für Artikel-Identifikation in Europa.
Globale Artikel-Nummer (Nachfolger EAN). 8, 12, 13 oder 14 Stellen.
Marktführende Buchhaltungs-Software in Deutschland. Quill hat eine Standard-Schnittstelle dorthin.
Standard-Befehlssatz für Bondrucker (Epson Standard Code for Point of Sale). Quill spricht ESC/POS nativ.
80 mm oder 58 mm Thermal-Drucker für Kassenbons. Sunmi, Epson, Citizen, Star sind die häufigsten Marken.
Jeder Eintrag im Journal enthält den Hash des vorherigen Eintrags (SHA256). Veränderung wäre forensisch sichtbar.
Punkte- oder Rabatt-System für Stammkunden. Quill hat ein eingebautes Loyalty-Modul.
Mehrere Geschäfte mit zentraler Stammdaten-Verwaltung und konsolidiertem Reporting.
Hersteller robuster Android-Tablets mit integriertem Bondrucker. Wird von Quill nativ unterstützt (eigene Bridge-APK).
Kartenakzeptanz direkt auf dem Tablet-Display — Karte, Smartphone oder Smartwatch werden ans Glas gehalten, NFC liest sie aus. Abgewickelt über die Partner-Bank Ihrer Wahl. Kein Extra-Gerät nötig.
Software, mit der Betriebsprüfer DSFinV-K-Daten analysieren. Quill-Export ist IDEA-kompatibel.
US-Anbieter für Karten- und SEPA-Zahlungen. Quill nutzt Stripe für Termin-Vorabzahlungen.
Korrektur eines bereits gebuchten Belegs. In Quill ein eigener, journalisierter Vorgang — niemals Update.
Informativer Tageszwischenbericht — zeigt den aktuellen Kassenstand, ohne den Tag abzuschließen. Anders als der Z-Bon nullt der X-Bon die Zähler nicht.
Unangekündigte Kontrolle durch das Finanzamt direkt vor Ort, seit 2018 möglich. Der Prüfer darf jederzeit Belege und Kassenstand einsehen — DSFinV-K-Export muss innerhalb der Prüfung lieferbar sein.
Für jeden Geschäftsvorfall muss ein Beleg erstellt werden — gedruckt, digital oder per QR-Code. Eine Mitnahme-Pflicht für den Kunden besteht nicht, aber das Anbieten ist Pflicht. Soll laut Koalitionsvertrag 2025 mit Einführung der Registrierkassenpflicht 2027 entfallen.
Bareinzahlung des Inhabers in die Kasse (Privateinlage) oder Auszahlung (Privatentnahme). Quill bucht diese auf eigene Konten — getrennt von Verkaufsumsatz.
Buchhalterische Übersicht aller Bargeldbewegungen. Bei elektronischer Kasse meist nicht zusätzlich nötig, da der Z-Bon plus DSFinV-K-Export die Pflichtdaten enthalten.
Differenz zwischen rechnerischem Kassenstand (laut Z-Bon) und tatsächlich gezähltem Bargeld. Muss im Journal erfasst und vom Mitarbeiter gegengezeichnet werden.
Behörde, die TSE-Komponenten zertifiziert. Quill nutzt mit Fiskaly DE V2 eine BSI-zertifizierte Cloud-TSE.
Steuerliche Grundgesetz Deutschlands. §146a regelt die TSE-Pflicht, §146b die Kassennachschau, §147 die Aufbewahrungspflicht.
Schriftliche Beschreibung Ihres Kassensystems: Hardware, Software, Berechtigungen, Datensicherung, Notfall. Quill liefert ein Template als Markdown zum Anpassen.
Funkstandard für kontaktlose Kartenzahlung. Karte oder Smartphone werden ans Display oder Terminal gehalten. Quill nutzt NFC für Soft-POS direkt am Tablet.
Sicherheitsstandard für Kartenzahlungen. Wer Kartendaten verarbeitet, muss PCI-DSS-konform sein. Bei Quill übernimmt das die Partner-Bank bzw. der Acquirer.
Bank oder Finanzdienstleister, der Kartenzahlungen für den Händler abwickelt. Beispiele: SumUp, Concardis, Worldline, Adyen. Quill ist vendor-neutral.
Internationaler Standard für Chip- und kontaktlose Kartenzahlungen. Jeder ZVT-Terminal-Hersteller implementiert EMV.
Atomare Abschluss-Buchung des Tages. Z-Bon plus optionaler ZVT-Terminal-EoD (Tagesabschluss am Kartenterminal). Quill triggert beide synchron.