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Integration

Quill & FiBu - Steuerberater-Übergabe ohne Stress

Saubere Übergabe an Ihren Steuerberater: FiBu-CSV und ASCII, SKR03/SKR04 vorkonfiguriert, Debitoren/Kreditoren, kompatibel mit den gängigen Buchhaltungsprogrammen.

Quill-Preise

Worum es geht

FiBu ist in Deutschland der dominierende Buchhaltungs-Standard - vor allem in der Steuerberater-Welt. Wenn Ihr Steuerberater FiBu nutzt (und das tun die meisten), möchten Sie Ihre Kassendaten so liefern, dass er sie ohne Nachbearbeitung importieren kann. Genau das macht der FiBu-Export von Quill.

Welche Formate Quill liefert

  • FiBu-CSV (Format 1.0/2.0): Modern, standardisiert, mit allen Pflichtfeldern. Empfohlen für aktuelle FiBu-Versionen.
  • FiBu-ASCII (klassisches Format): Für ältere FiBu-Setups und manche Spezialwünsche. Weniger Spalten, gleicher Buchungs-Inhalt.
  • Beleg-PDFs (optional): Auf Wunsch werden Einzel-Belege als PDF mitgeliefert, wenn der Steuerberater einzelne Vorgänge nachvollziehen will.

Was im Export drin ist

SpalteInhalt
UmsatzBetrag inkl. MwSt
Soll/HabenBuchungs-Richtung
KontoErlös-Konto, Kassenbestand, Geldtransit
GegenkontoJe nach Buchungs-Logik
Buchungsschlüssel1 (USt 19 %), 2 (USt 7 %), 3 (steuerfrei) etc.
BelegdatumZ-Bon-Datum oder Vorgangs-Datum
Belegfeld 1/2Beleg-Nummer / Z-Bon-Nummer
Buchungstext„Tagesumsatz [Datum]" oder ähnlich

Konten-Mapping nach SKR03 und SKR04

Quill liefert beide gängigen Kontenrahmen vorkonfiguriert. Beispiel SKR03:

  • Erlöse 19 % USt → 8400
  • Erlöse 7 % USt → 8300
  • Erlöse 0 % USt → 8200
  • Kassenbestand → 1000
  • Geldtransit (Kartenzahlung) → 1360
  • Sonstige Erträge (positive Differenzen) → 2719
  • Sonstige Aufwendungen (negative Differenzen) → 4970

Bei SKR04 funktioniert das analog mit anderen Kontennummern. Im Admin-Cockpit pflegen Sie das individuelle Mapping Ihres Steuerberaters.

Debitoren / Kreditoren

Wenn Sie Rechnungs-Kunden haben (z. B. B2B mit Zahlungsziel), legt Quill für sie einen Debitor in Ihrem Buchhaltungskreis an. Konten-Nummern starten bei 10000 und folgen einer fortlaufenden Logik (per offset + ref). Für Lieferanten gilt das gleiche im Kreditoren-Bereich (ab 70000).

Übergabe über das Portal Ihres Steuerberaters

Wenn Ihre Kanzlei ein Buchhaltungs-Portal nutzt, können Sie den CSV-Export direkt dort hochladen. Ihr Steuerberater sieht die Daten in seinem Mandanten und kann sie nach Prüfung übernehmen. Der Workflow ist:

  1. Quill exportiert nach Monatsende (oder Quartal/Jahr).
  2. Sie laden die CSV im Portal Ihrer Kanzlei hoch.
  3. Steuerberater prüft und übernimmt.
  4. USt-Voranmeldung wird in FiBu gemacht.

Ohne Portal schicken Sie die CSV-Datei einfach per Mail oder über Ihr Daten-Austauschsystem.

Was Sie dabei sparen

  • Zeit: Statt manueller Buchungs-Erfassung 1-3 Stunden pro Monat.
  • Steuerberater-Stunden: Der direkte CSV-Import spart Ihrem Steuerberater Buchungs-Erfassung. Manche bieten dafür Rabatte oder einen Festpreis.
  • Fehler: Tippfehler bei manueller Eingabe entfallen.

Was Sie beachten sollten

  • Kontenrahmen abstimmen: Fragen Sie Ihren Steuerberater vorab nach seinem SKR und nach Sonderkonten (z. B. eigene Erlös-Konten pro Geschäftsbereich).
  • Erste Übergabe in Ruhe machen: Beim ersten Export setzen sich beide Seiten zusammen und prüfen das Ergebnis. Danach läuft es routiniert.
  • Verfahrensdokumentation: Das FiBu-Zuordnung gehört in Ihre Verfahrensdokumentation (GoBD-Pflicht). Die Belege selbst signiert das TSE-Kassensystem revisionssicher.

Einrichtung

Wir machen die FiBu-Anbindung gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Steuerberater. Typisch:

  1. Telefon-Termin mit Ihrem Steuerberater (15 Minuten).
  2. Konten-Mapping anlegen (im Admin-Cockpit, 15 Minuten).
  3. Test-Export mit einem Tag oder einer Woche.
  4. Ergebnis prüfen, ggf. Mapping anpassen.
  5. Echtbetrieb mit monatlicher Übergabe.

Buchungsschlüssel-Logik im FiBu-Export

FiBu unterscheidet zwischen Konten-Buchung und Buchungsschlüssel-Logik. Quill nutzt für Erlös-Buchungen die Buchungsschlüssel:

  • 1 Inland Erlös 19 % USt
  • 2 Inland Erlös 7 % USt
  • 3 Inland Erlös 0 % USt (steuerfrei)
  • 9 Inland Erlös innergemeinschaftlich

Der Vorteil: Ihr Steuerberater muss die MwSt-Aufteilung nicht manuell vornehmen - FiBu liest den Schlüssel und rechnet automatisch.

EÜR vs. Bilanz - was ändert sich?

  • EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung): einfache Variante für kleine Selbständige. Quill liefert die Erlöse, Sie machen keine separaten Bestandsbuchungen.
  • Bilanz: für GmbHs, UGs und größere Unternehmen. Quill liefert die gleichen Buchungen - der Steuerberater macht die Jahresabschluss-Buchungen (Abschreibungen, Rückstellungen) zusätzlich.

Egal welcher Modus: das Konten-Mapping in Quill bleibt gleich.

Was Sie nicht selbst machen sollten

Klare Empfehlung: das Konten-Mapping initial nicht alleine festlegen - sprechen Sie vorher mit Ihrem Steuerberater. Falsche Konten in den ersten Monaten zu korrigieren ist mühsam (Storno-Buchungen, Umbuchungen), und manche Konten haben USt-Folgen, die nicht offensichtlich sind.

Bei Quill-Erstinstallationen ist die Konten-Abstimmung Teil des Onboarding - wir machen das mit Ihnen und Ihrem Steuerberater zusammen.

Internationale Buchhaltung

Wenn Sie in der EU außerhalb Deutschlands tätig sind (z. B. Filiale in Österreich, Online-Verkäufe in andere EU-Länder), unterstützt Quill grundsätzlich auch die UStG-Auslandsbuchungen. FiBu hat dafür separate Konten und Buchungsschlüssel. Bei mehrländischen Setups sprechen wir gemeinsam mit dem Steuerberater über die richtige Architektur.

Mehr: lexoffice-Anbindung · sevDesk-Anbindung · Funktionen im Überblick · kostenlose Demo buchen


Alle Angaben Stand Mai 2026, ohne Gewähr. Genannte Drittanbieter-Funktionen können sich ändern - bitte vor Vertragsabschluss prüfen.

Häufige Fragen

Welches FiBu-Format unterstützt Quill?

CSV nach FiBu-Spezifikation (FiBu-Format 1.0/2.0) und ASCII (alte Standard-Schnittstelle). Beide Formate sind dokumentiert, Ihr Steuerberater kann den Export direkt in seine Buchhaltungssoftware importieren.

Brauche ich ein Buchhaltungs-Portal?

Nicht zwingend. Wenn Ihr Steuerberater ein Portal nutzt, laden Sie den Export dort hoch. Wenn nicht, schicken Sie die CSV-Datei per E-Mail oder über Ihr Daten-Austauschsystem.

Was ist mit Debitoren/Kreditoren?

Quill unterstützt personalisierte Konten - Debitoren für Stammkunden mit Rechnungsstellung, Kreditoren für Lieferanten (im Warenwirtschafts-Modul). Konten-Nummern entsprechen der FiBu-Konvention (10000+ für Debitoren, 70000+ für Kreditoren).

Wie häufig sollte ich exportieren?

Üblich ist monatlich, zusammen mit der USt-Voranmeldung. Sie können aber auch täglich, wöchentlich oder quartalsweise exportieren - je nach Absprache mit Ihrem Steuerberater.

Was passiert mit Stornos im FiBu-Export?

Stornos werden als Negativ-Buchung mit Referenz zum Original-Vorgang exportiert. Im FiBu-Buchungsjournal sind sie als Storno-Buchung erkennbar - kein „Verschwinden" von Belegen.

Kann ich die Konten-Zuordnung individuell anpassen?

Ja. Im Admin-Cockpit hinterlegen Sie je MwSt-Satz und je Zahlungsart das gewünschte FiBu-Konto. Standard-Vorbelegung nach SKR03 und SKR04.